Tanzwerkstatt „Touch the future“

in der Ev. Kita Purzelbaum Wahlrod und der Grundschule Mosaik Borod

Im Rahmen des Projektes KuBi:Land, welches von dem Musikpädagogen Daniel Diestelkamp aus dem Kunsthaus Wäldchen ins Leben gerufen wurde, fand in der Ev. Kita Purzelbaum in Wahlrod und in der Grundschule Mosaik in Borod, ein Tanzworkshop statt. Den Workshop leitete die Tänzerin und Tanzpädagogin Bettina Tornau aus Berlin, die schon seit vielen Jahren mit dem Kunsthaus Wäldchen zusammenarbeitet.

Im Vordergrund des Workshops stand natürlich die Freude an der Bewegung und der Musik. Beim Tanzen liegt der Fokus auf der Entwicklung der Koordination, sowie der motorischen Fähigkeiten, aber auch die geistigen und sozialen Kompetenzen werden beim Tanzen gefördert. Die Kinder entwickeln Ausdauer, Geschicklichkeit und stärken ihre gesamte Muskulatur.

Die Kinder wurden auf vielfältige Weise mit Musikstücken aus verschiedenen Ländern und Stilrichtungen vertraut gemacht. Dabei lernten sie ihren Körper bewusst einzusetzen und mussten genau auf die Musik hören. So durften sie sich als Puppen immer nur zu einem Ton bewegen und erst später im ganzen Raum durcheinander tanzen. Die Roboter bewegten sich mechanisch und mit ernstem Gesicht, wohingegen die Gummipuppen sich locker, gelöst und fröhlich bewegten. Im Dunkeln tanzten die Mondkinder elegant und ruhig mit ihren Tüchern, die Sonnenkinder wirbelten hingegen wild durch den Raum. Im Kreis tanzten die Kinder zu türkischen und afrikanischen Klängen.

Es war ein gelungener Workshop! Die Kinder waren mit viel Elan und Begeisterung bei der Sache und wir hoffen, Bettina irgendwann noch einmal bei uns begrüßen zu dürfen.

Miriam Müller

In dem Angebot in der GS Mosaik, das auch hier unter dem Jahresprojektmotto „touch the future“ stattfindet, führte Bettina Tornau die Kinder in eine Choreographie „One Earth – One People – One Love“. Die Kinder reisten in schnellen Bewegungswechseln durch die Menschenwelt und durch die Welt der vier Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde. Hier war ihnen Gelegenheit gegeben, in der Erfahrung der unterschiedlichen Bewegungsqualitäten ihren individuellen Bereich zu entdecken. Dabei zeigten sich herausragende Potentiale bei den Mädchen, aber auch einige Jungen fielen durch großartigen Bewegungsfluss und große Vitalität auf.

Manche gingen mit ihren eigenen Qualitäten ganz in der Musik auf. Die Tanzpädagogin legte immer wieder großen Wert auf die Beachtung des geschützten Bewegungsumfeldes, sowohl zur Stärkung des eigenen wie auch zur Wahrung des fremden Raumes. So zeigt sich auch im Tanz die besondere Chance zur Entwicklung sozialer Kompetenzen. Tanz ist eine eigene Ausdrucksform, erläutert die Tänzerin und Choreografin den Kindern. Die Kinder eignen sich ein Bewegungsvokabular an und entwickeln dies individuell weiter. So fallen in dieser Woche tatsächlich auch Kinder auf, die auf Grund ihrer Herkunft oder ihrer Vorprägung im schulischen Kontext sprachlich eher im Hintergrund agieren, wie zum Beispiel Mehmet aus Syrien.

Die Kinder danken es am Ende mit viel positiver Rückmeldung und freuen sich auf eine Fortführung des Projektes mit Abschlussproben und großer Abschlussaufführung im Sommer.

Das Projekt KuBi:Land -touch the future- wird unter anderem vom Fonds Soziokultur, von der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur, von den Orts- und der Verbandsgemeinde, sowie der Stiftung Kriminalprävention, der Westerwaldbank, der Sparkasse Westerwald Sieg, der Kinderhilfsaktion Herzenssache e.V. des SWR und von Lotto Rheinland-Pfalz unterstützt.

Daniel Diestelkamp

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